Mikronesien ist ein Inselgebiet im westlichen Pazifischen Ozean. Mikronesien ist ein Sammelbegriff für ein „Inselmeer“ von über 2 000 tropischen Inseln und Atollen, die auf über 7 Millionen km² des Pazifischen Ozeans verstreut sind. Geografisch liegen fast alle Inseln nördlich des Äquators im westlichen Pazifik. Die Distanz von einem Ende Mikronesiens zum anderen beträgt fast 4 000 Kilometer. Mikronesien besteht nicht nur aus einem Land, sondern aus mehreren unabhängigen Ländern, die einst Teil des Treuhandgebiets Pazifische Inseln waren.
Die 9 Inselgruppen Mikronesiens sind Guam (die einzige südliche Marianen-Insel), die Republik Palau (Belau), die nördlichen Marianen, die Marshallinseln und Kiribati; außerdem die vier (zusammen mit Palau als Karolinen bezeichneten) Inselgruppen Yap, Chuuk, Pohnpei und Kosrae, die zusammen die Föderierten Staaten von Mikronesien bilden. Jede dieser Inselgruppen hat ihre eigenständige Kultur, Sprache und Geschichte.
Nicht nur von der geografischen Distanz her sind die mikronesischen Inseln weit voneinander entfernt, sondern auch kulturell. Die traditionellen Lebensweisen der Ureinwohner sind sehr verschieden, geprägt von der unterschiedlichen Geschichte, geographischer Größe und geologischer Beschaffenheit ihrer jeweiligen Inselgruppen.
Mikronesien hat eine bewegte Geschichte: Viele der Inseln waren beliebte Anlaufhäfen für Walfänger im frühen 19. Jahrhundert. Kolonialmächte siedelten sich an und später waren sie Schauplatz bitterer Schlachten, Gefechte und Bombenangriffe im 2. Weltkrieg.
Die Inseln sind ein wahres Naturmuseum hauptsächlich in den Lagunen und unter Wasser. Doch auch an Land im Dschungel sind viele historische Zeugen zu entdecken. Die Kombination von Naturereignissen, verschiedenen Kulturen, Gebräuchen und von Menschenhand verursachten Konflikten und ihre Hinterlassenschaften machen Mikronesien zu weltbekannten und interessanten Zielen für Taucher. |