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Karte - Mérida
Mérida
Mérida ist die Hauptstadt des Bundesstaates Yucatán in Mexiko. Die alte Maya-Stadt Ti’ho’ wurde 1542 durch Francisco de Montejo den Jüngeren in Mérida umbenannt. Touristisch gilt Mérida als Tor zur Welt der Maya (Puerta al Mundo Maya).
Bereits 1618 hatte die Stadt das erste eigene Theater und 1735 entstand das heutige Rathaus. Merida hat rund 750.000 Einwohner. Die Orientierung fällt durch das für lateinamerikanische Städte typische gitterartige Straßensystem leicht. Straßen mit geraden Zahlen laufen von Nord nach Süd, die ungeraden von Ost nach West.
Der ehemalige Zócalo heißt heute Plaza de la Independencia und ist der lebendige Mittelpunkt Meridas. An der Ostseite steht die doppeltürmige Kathedrale, die zwischen 1561 und 1598 entstand. Sie wurde durch hunderte von Maya-Arbeitern errichtet, wichtigstes Baumaterial waren Steine der zuvor zerstörten Tempel der alten Maya-Stadt Ti'ho'. Im Inneren befindet sich der Cristo de la Unidad (Christus der Einheit). Die riesige Figur des gekreuzigten Christus ist das Symbol für die Aussöhnung zwischen den Nachfahren der Spanier und der Maya. Südlich der Kathedrale befindet sich in dem ehemaligen Bischofspalast das Museo de Arte Contemporáneo Ateneo de Yucatan. Es enthält wichtige Werke einheimischer Künstler und festigt den Ruf Méridas als kulturell reichster Stadt der Halbinsel Yucatáns. An der Südseite der Plaza de la Independencia liegt das Casa de Montejo aus dem Jahre 1549. Der ehemalige Palast der Familie Montejo mit seinem figurengeschmückten Portal ist heute Sitz einer Bank.
An der Westseite der Plaza befindet sich das weiße Palacio Municipal (Rathaus). Es entstand 1735. 1821 wurde von der Veranda im ersten Stock die Unabhängigkeit des Bundesstaates Yucatán proklamiert. Die nördliche Seite des Platzes nimmt der Palacio de Gobierno (Gouverneurspalast) ein, dessen Innenhof mit Wandgemälden Fernando Castro Pacheco zur Geschichte Yucatáns geschmückt ist.
Nördlich der Plaza de la Independencia liegt der Parque Hidalgo, an den die Iglesia de Jesus, 1618 von den Jesuiten als Teil eines Klosters errichtet, angrenzt. Auch diese Kirche wurde im Wesentlichen aus dem Material abgebrochener Tempel errichtet. Die spanischen Besatzer achteten zwar genau darauf, dass keine Ornamente aus Maya-Zeit erhalten blieben. An zwei Steinen der Außenfassade lassen sich aber Reste der ursprünglichen Verzierungen erkennen.
Die breite Prachtstrasse Paseo Montejo im Norden der Innenstadt mit ihren zahlreichen Villen aus dem 19. Jahrhundert erinnert nach Wunsch der Stadtplaner an den Paseo de la Reforma in Mexiko-Stadt oder den Champs Élysées in Paris. Hier befindet sich der Palacio Cantón, die herrschaftliche Residenz des Generals Francisco Cantón Rosados, das heute des Museo de Antropología e Historia beherbergt.