Košice ist eine Stadt in der Ostslowakei, nahe der Grenze zu Ungarn am Fluss Hornád. Sie hat 234.237 Einwohner (2007) und ist damit die zweitgrößte Stadt des Landes.
Košice ist Zentrum der Ostslowakei, Sitz eines Landschaftsverbands (Košický kraj) und eines Bezirks. Die Stadt ist griechisch-katholischer und evangelisch-reformierter Bischofssitz. Seit 1995 befindet sich hier auch der Sitz des römisch-katholischen Erzbistums in der Ostslowakei. Košice ist überdies Universitätsstadt, Sitz des Verfassungsgerichtes und ein Zentrum der slowakischen Minderheit der Roma.
Der Anteil der ungarischen Bevölkerung ist mit 3,8 Prozent höher als jener der zwei anderen Minderheiten. Dennoch gilt eher nicht Košice, sondern Komárno als Zentrum der ungarischen Minderheit.
Wie EU-Kulturkommissar Jan Figeľ mitteilte, darf sich die Stadt gemäß Wahl der internationalen Jury Europäische Kulturhauptstadt 2013 nennen. Denn neben slowakisch-sprachigen Bühnen gibt es dort auch ein Theater in Romani, der Sprache der Roma, und Aufführungen in der Sprache der ungarischen Minderheit.
Zudem besitzt die Stadt eine wichtige Funktion für den Ost-West-Verkehr, der Italien und Österreich mit der Ukraine und Russland verbindet.
Košice liegt im Kaschauer Kessel (Košická kotlina) am beiden Ufer des Hornád, bei den östlichen Ausläufern des Slowakischen Erzgebirge, bei den Einheiten Čierna hora (im Nordwesten) und Volovské vrchy (im Südwesten); an der östlichen Stadtgrenze fließt die Torysa, der Kessel wird im Osten von Slanské vrchy begrenzt. Die Stadt ist durch eine von Gemeinden mit der drittgrößten Stadt Prešov (36 km nördlich) verbunden und liegt etwa 400 km östlich der Hauptstadt Bratislava. Die Grenzen zu Ungarn, Ukraine und Polen sind 20, resp. 80 und 90 km entfernt. Die Stadtfläche bedeckt 242,77 km˛; die höchste Stelle befindet sich im Nordwesten auf dem Hügel Vysoký vrch (wörtlich Hoher Hügel, 851 m ü. HN), der niedrigste Punkt liegt im Südosten auf 184 m ü. HN. Das Stadtzentrum liegt auf 208 m ü. HN. |