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Moss

Moss ist eine Kommune in der norwegischen Fylke Østfold.

In der Steinzeit vor 7.000 Jahren hielten sich die ersten Menschen dort auf, wo heute der Ort Moss steht. Wohnplätze, Felsritzungen, Gemarkungsnamen und anderes sind Spuren von Siedlern aus vorschriftlicher Zeit, der Wikingerzeit und des Mittelalters. Der Name „Moss“ ist wahrscheinlich auf die Moss-Au, der älteste bekannte Name für den Hobølelv, zurückzuführen. Dieser Fluss hat seine Quellen bei Oslo und der Kommune Sarpsborg und mündet im Mossesund, einem Nebenarm des Oslofjordes. Das Wort Moss„“ kommt wahrscheinlich aus dem Altnorwegischen und bedeutet Sumpf, Moor. In der Wikingerzeit gehörte das Gebiet zum Schiffsaufgebot (leidangen) Varna. Ein leidang hatte eine bestimmte Anzahl kriegstüchtiger Schiffe samt Mannschaft vorzuhalten und auf Anforderung des Königs zur Verfügung zu stellen. Der Name „Moss“ wird zum ersten Mal in Bischof Eysteins Grundbuch von 1390 verwendet.

Mühlen, Sägewerke und Holzhandel waren früher die wichtigsten Einkommensarten in Moss. Der Moss-Wasserfall, der Hafen und der Wald waren die Grundlage für das Wachstum der Stadt. Der Schiffbau ist ab dem 16. Jahrhundert nachweisbar, als Moss auch Verladestation mit eigenem Zolleinnehmer wurde. Das bedeutete viel für den Status des Ortes. Hinzu kam die Alkoholbrennerei, die im 18. Jahrhundert mit einigen Millionen Litern Alkohol pro Jahr im Export gute Einnahmen bescherte.

1607 erhielt Moss seine erste Kirche und 1650 sein erstes königliches Postamt. Durch Moss ging der „Königsweg“ zwischen Kopenhagen und Christiania, wie damals Oslo hieß. Da seit dem 16. Jahrhundert auch eine Fährverbindung zum Westufer des Oslofjords bestand, war Moss ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. 1716 im großen nordischen Krieg hatten norwegische Truppen unter dem Befehl von Oberst Vinzenz Budde eine Abteilung des Heeres des schwedischen Königs Karls XII. in einer Schlacht bei Moss aufgehalten, was die die Eroberung der Festung Akershus durch die Schweden verhinderte.

Zu Beginn des 18. Jahrhunderts hatte Moss ungefähr 1.000 Einwohner. Es entstand ein Eisenwerk und die Einwohner erhielten von König Friedrich IV. am 10. August 1720 das Marktrecht mit eigenem Stadtvogt, möglicherweise als Anerkennung für die Leistungen in der Schlacht von 1716.

1814 wurde Moss zum Schauplatz historisch bedeutsamer Begebenheiten. Im Gefolge der napoleonischen Kriege wurde der König von Dänemark-Norwegen gezwungen, Norwegen an Schweden abzutreten, das mit den Siegern alliiert war. Dagegen erhob sich in Norwegen nationaler Widerstand. Die Norweger schufen in Eidsvoll eine eigene Verfassung und wählten Christian Friedrich zum König. Aber Kronprinz Carl Johann Bernadotte von Schweden nahm das nicht hin und griff Norwegen an. König Christian hielt sich damals im Hauptgebäude des Eisenwerkes von Moss auf. In einigen dramatischen Wochen im Sommer kam es zu heftigen diplomatischen Aktivitäten über das Schicksal Norwegens. König Christian erreichte, dass Norwegen seine Verfassung und sein Parlament (Stortinget) behalten konnte. Dieses Verhandlungsergebnis heißt die „Konvention von Moss“ und hatte zur Folge, dass Norwegen international als selbständiger Staat anerkannt wurde.

Im 19. Jahrhundert wuchs die Industriestadt Moss. Ein Einwanderer aus Schleswig gründete 1801 die Firma „M. Peterson & Søn A/S“, heute die Muttergesellschaft des größten Verpackungskonzerns Norwegens. Papier- und Cellulosefabriken kamen hinzu. Die Cellulosefabrik, die 1883 den Betrieb aufnahm, ist die Quelle des besonderen „Moss-Geruchs“. Er ist heute viel schwächer als früher. Ein anderer Großbetrieb, der in der industriellen Revolution heranwuchs, ist Helly Hansen mit Regen- und Seekleidung, heute in der ganzen Welt als Spezialist für Outdoor-Kleidung. Ein weiterer ist das „Moss Glassverk“. Die Firma „VingCard“ stellt Code-Schlösser her, die in über 60 Ländern über die ganze Welt vertrieben werden. Sie werden z. B. in Hotels statt Schlüssel verwendet. Weitere Firmen sind die „Regal Mühle“ und die „Moss Aktienbrauerei“. In letzter Zeit wurden in Moss Abfallsortierungsgeräte und Abwasserreinigungsanlagen entwickelt.

1946 Wurde die Insel Jeløy mit Moss zusammengelegt. Dort befinden sich viele alte und prachtvolle Anwesen. Die landesbekannte Galleri F 15 mit ihren Kunstausstellungen auf hohem Niveau lockt viele Besucher aus dem In- und Ausland an.

Moss und die gesamte Region beziehen ihr Trinkwasser aus dem größten Binnensee Østfolds, dem Vansjø. Er hat eine Oberfläche von 42 km² und fasst 263.000.000 m³ Wasser.

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